Klimaverweigerer?

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Die Leugnung der Auswirkungen des von Menschen verursachten Klimawandels verhindert, dass in einem ausreichenden Umfang Maßnahmen ergriffen werden, die die schlimmsten Folgen mildern, wie zum Beispiel steigender Meeresspiegel, intensiverer Hurrikane und zunehmende Dürren und Hitzewellen. Was können wir also tun, um die Meinung von Klimaverweigerern zu ändern? Menschen, die die von uns verursachte Klimakatastrophe leugnen oder nicht wahr haben wollen gibt es viele. Natürliche müssen wir zunächst diese Menschen und ihre Überzeugungen ernst nehmen und respektieren.

Wir erreichen nichts, wenn wir davon ausgehen, dass mit Klimaverweigerern einfach etwas nicht stimmt. Fast in jedem Fall ist die Verleugnung motiviert, d.h. obwohl die Fakten bekannt sind, werden sie aus bestimmten Gründen geleugnet. Dahinter können egoistische Interessen stehen oder auch die Ablehnung der eigenen, als viel zu groß empfundenen Verantwortung. Den eigenen Lebensstil komplett zu ändern und sich seiner Verantwortung zu stellen, wenn die Mehrheit dies ja offensichtlich nicht tut, erscheint als Zumutung. Das eigene Selbstverständnis wird in Frage gestellt, wenn Menschen mit dem Klimawandel konfrontiert sind, weil sie ihren Beitrag zu dem Problem anerkennen müssen, was ihr Gefühl der Integrität bedrohen und Selbstverteidigung auslösen kann. Manche sehen vielleicht auch die Wirtschaft und das politische Gefüge als gefährdet, wenn „grüne Spinner“ das Ruder übernehmen.

Aber wie können wir Leugnern des Klimawandels nun am besten begegnen?

Wir müssen ihre Ansichten anerkennen und wenn möglich auch an ihre Rolle als Mutter oder Vater appellieren. Wir können sie ermutigen, sich ihre Werte und ihre Haltung zum Klimawandel explizit bewusst zu machen und sich am besten gemeinsam mit einer Vertrauensperson mit dem wissenschaftlichen Konsens zum Thema Klimawandel zu befassen. Erst dann kann ein Gespräch übermögliche Verhaltensänderungen und sozialverträgliche Lösungen fruchten. Im Idealfall entsteht eine positive Identifikation mit der eigenen neuen erweiterten Verantwortung. Wir kämpfen schließlich für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder.

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